Über Bücher, Bibliotheken und digitale Wildnis nebst einigen Abschweifungen

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 12)

Lektüre #24

Roberto Simanowski:
Facebook Society – Losing Ourselves in Sharing Ourselves
Columbia University Press 2018

Simanowski contends that while they are often denounced as outlets for narcissism and self-branding, social networks and the practices they cultivate in fact remake the self in their image. Sharing is the outsourcing of one’s experiences, encouraging unreflective self-narration rather than conscious self-determination. Instead of experiencing the present, we are stuck ceaselessly documenting and archiving it. We let our lives become episodic autobiographies whose real author is the algorithm lurking behind the interface. As we go about accumulating more material for the platform to arrange for us, our sense of self becomes diminished—and Facebook shapes a subject who no longer minds. Social-media companies’ relentless pursuit of personal data for advertising purposes presents users with increasingly targeted, customized information, attenuating cultural memory and fracturing collective identity.

Für Angehörige der Universität Hildesheim als E-Book verfügbar:
https://doi.org/10.7312/sima18272

Die deutschsprachige Originalausgabe unter dem Titel “Facebook-Gesellschaft” ist als Printversion vorhanden.

Lektüre #23

Bild von John Howard auf Pixabay

Grenzenlose Mobilität und fließender Verkehr: Eine kritische Sprachreflexion

Authors: Caviola, HugoSedlaczek, Andrea Sabine
Source: GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society,
Volume 29, Number 3, 2020, pp. 161-169(9)
Publisher: oekom verlag

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This article is Open Access under the terms of the Creative Commons CC BY licence.

Abstract:
Sprache prägt unser Denken und Handeln. Mobilität erscheint uns als immaterielles (Konsum-)Gut, das grenzenlos verfügbar ist und mit dem wir verschwenderisch umgehen können. Und wir erwarten, dass der Verkehr fließt, sonst haben wir ein Problem. Beide Sprechweisen machen für den Ressourcenverbrauch, der mit Mobilität und Verkehr einhergeht, blind. Für einen suffizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen brauchen wir einen Mobilitätsbegriff, der etwa das Bleiben am Ort positiv beleuchtet, und einen Verkehrsbegriff, der Verkehr nicht länger als Naturphänomen versteht, sondern als menschengemacht.


Lektüre #21

Wolfgang Kröll, Johann Platzer, Hans-Walter Ruckenbauer, Walter Schaupp (Hrsg.)
Die Corona-Pandemie. Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise

1. Auflage 2020
ISBN print: 978-3-8487-6941-4,
ISBN online: 978-3-7489-1058-9,
https://doi.org/10.5771/9783748910589 (Open Access)
Reihe: Bioethik in Wissenschaft und Gesellschaft, Bd. 10

“Die Covid-19-Pandemie hat zu radikalen Eingriffen in die Gesundheitsversorgung und das soziale Leben geführt, deren Effizienz und Angemessenheit aktuell immer stärker ins Zentrum von Auseinandersetzungen rückt. In diesem Sammelband reflektieren und kommentieren ausgewiesene Wissenschaftler/innen und Fachleute verschiedenster Disziplinen den Umgang mit der Pandemie. Thematisiert werden u.a. die Stellungnahmen nationaler Ethikkommissionen, die Triage-Problematik, die Vertretbarkeit von Eingriffen in Grundfreiheiten, die soziale Isolation Betroffener, der Umgang mit religiösen und spirituellen Bedürfnissen sowie tiefer liegende soziale Veränderungen in der Krise. Es wird damit ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der Corona-Krise geleistet. Mit Beiträgen von Maria Berghofer, Alois Birklbauer, Nadine Brühwiler, Barbara Derler, Stefan Dinges, Gerhard Falzberger, Eckhard Frick SJ, Isabella Guanzini, Karin Gubisch, Hartmann Jörg Hohensinner, Gerhard Hundsdorfer, Ulrich H.J. Körtner, Wolfgang Köle, Wolfgang Kröll, Martin M. Lintner, Univ.-Prof. Manfred Novak, Jochen Ostheimer, Sabine Petritsch, Brigitte Pichler, Gerhard Pichler, Johann Platzer, Franz Ploner, Regina Polak, Simon Romagnoli, Michael Rosenberger, Walter Schippinger, Christoph Seidl, Martina Schmidhuber, Eberhard Schockenhoff, Detlev Schwarz, Martin Splett, Willibald J. Stronegger, Jean-Daniel Strub, Christa Tax, Arnika Thonhofer, Andreas Valentin, Stephan Winter, Univ.-Prof. Werner Wolbert.” (Quelle: Verlagswebseite)

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“Design Thinking: Der Flirt mit Allmachtsfantasien”

Beitrag von Tim Seitz im “Ada Magazin”.

Design Thinking ist eine Methode, die Kleingruppen zur Zusammenarbeit anleitet, um Lösungsideen für Probleme zu entwickeln. Probleme jeder Art erscheinen dabei als Folge mangelnder Kreativität und Innovationskraft. Sie sind niemals struktureller Natur. Das gesellschaftlich Vorstellbare schrumpft so auf die Horizonte der Produktentwicklung und des Marketings zusammen.


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